Patientenportal von mehr als 70 Trägern geht offiziell in die Betriebsphase
Mehr als 140 Krankenhäuser von über 70 Trägern starten mit Mein-Krankenhaus.Digital in die Betriebsphase. Das KHZG-Projekt setzt auf ein gemeinsames Patientenportal statt auf einzelne Insellösungen…
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Mit Mein-Krankenhaus.Digital geht eines der größten Umsetzungsprojekte aus dem Krankenhauszukunftsgesetz in die Betriebsphase. Mehr als 140 Krankenhäuser von über 70 Trägern nutzen damit eine gemeinsame Lösung für Terminbuchung und digitale Kommunikation. Das Projekt setzt bewusst auf Kooperation statt auf einzelne Portale je Krankenhaus.
Die ersten Krankenhäuser haben das Patientenportal bereits seit Dezember 2025 im Einsatz. Mit der Inbetriebnahme im Klinikum Aschaffenburg tritt das Projekt nun offiziell in die Betriebsphase. Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, nahm die Inbetriebnahme dort vor. Der Roll-out in den weiteren Häusern läuft schrittweise.
Die beteiligten Krankenhäuser haben das Vorhaben selbst initiiert und dafür die Klinik IT Genossenschaft gegründet. The i-engineers setzte das Patientenportal technisch um. Das Projekt finanzierte sich überwiegend aus Fördermitteln des KHZG. Nach Angaben der Beteiligten erfüllen alle teilnehmenden Einrichtungen die Anforderungen des KHZG-Fördertatbestands. An dem Projekt arbeiteten rund 1.500 Mitarbeitende mit.
Technisch läuft die Lösung mandantengetrennt in Private-Cloud-Umgebungen in deutschen Rechenzentren nach BSI-C5-Standard. Eine standardisierte Gateway-Komponente bindet die Krankenhaus-IT an. Das Projekt soll so die historisch gewachsene Heterogenität der IT-Systeme in den Krankenhäusern beherrschbar machen.
Nach Projektangaben erreicht MKD mehr als zwei Millionen potenzielle Nutzerinnen und Nutzer pro Jahr sowie rund 15.000 Mitarbeitende. Die angeschlossenen Häuser entscheiden im genossenschaftlichen Modell über weitere Anwendungsfälle. Das Angebot steht weiteren Krankenhäusern offen.
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