Patientensicherheit: AkdÄ fordert Evidenz für KI-Systeme

Die AkdÄ warnt vor einem unkritischen Einsatz von KI in Diagnostik und Therapie. Algorithmen müssten sich am Maßstab evidenzbasierter Medizin messen lassen…

9. Januar 2026
  • Data und KI

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft sieht den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin kritisch. In einer aktuellen Stellungnahme weist sie auf Risiken für die Patientensicherheit hin.

Zentrale Kritikpunkte sind fehlende wissenschaftliche Nachweise, intransparente Entscheidungslogiken vieler Systeme und mögliche Verzerrungen in den zugrunde liegenden Daten. Nach Auffassung der Kommission können algorithmische Empfehlungen klinische Studien und ärztliche Bewertung nicht ersetzen. Besonders problematisch sei es, wenn KI-Vorschläge bestehenden Leitlinien widersprechen.

Zugleich steigen die regulatorischen Anforderungen durch europäische Vorgaben, auf die viele Einrichtungen noch unzureichend vorbereitet sind. Die AkdÄ fordert daher klare Prüfverfahren, eine strikte Orientierung an evidenzbasierter Medizin und eine eindeutige ärztliche Verantwortung beim Einsatz digitaler Systeme.

Quelle:
ad-hoc-news.de

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