Pflege- und Ärzteverbände fordern Primärversorgungszentren als neue Basisversorgung

Pflege-, Ärzte- und Apothekerverbände fordern Primärversorgungszentren. Diese sollen wohnortnah arbeiten, multiprofessionell aufgestellt sein und neue Modelle wie mobile Praxen nutzen…

8. September 2025
  • Medizin
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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte und der Verein demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten sprechen sich für Primärversorgungszentren aus. Klassische Praxen könnten die bestehenden Versorgungslücken nicht mehr schließen, betonte Michael Janßen vom vdää bei der Vorstellung eines gemeinsamen Positionspapiers. Die Zentren sollen allgemeinmedizinische und pädiatrische Angebote mit weiteren Fachrichtungen kombinieren und dabei die Expertise von Pflegefachpersonen, Apothekerinnen und Apothekern sowie therapeutischen und sozialen Berufen einbeziehen. Geplant ist ein breites Angebot unter einem Dach, ergänzt durch Konzepte wie Rotationspraxen oder mobile Versorgungsangebote.

Die Verbände fordern eine gesetzliche Grundlage, die eigenverantwortliche Tätigkeiten von Community Health Nurses und Pflegefachpersonen ermöglicht. Zudem verlangen sie Investitionsmittel von Bund und Ländern sowie ein einheitliches Vergütungssystem, das unabhängig vom Versicherungsstatus gleiche Behandlungsqualität gewährleistet. Ziel sei eine zeitgemäße und patientenorientierte ambulante Versorgung, die auf multiprofessionelle Zusammenarbeit setzt und regionale Unterschiede ausgleicht.

Quelle:
aerzteblatt.de

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