Pflegekräfte der Charité streiken erneut für den Entlastungstarifvertrag
Pflegekräfte der Charité haben am 15. und 16. Oktober erneut für den Erhalt des Entlastungstarifvertrags, der Personalausstattung und Belastungsausgleich regelt, gesreikt. Die Tarifverhandlungen laufen …
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Im Streit um den Entlastungstarifvertrag geht es an der Charité um die Personalausstattung auf den Stationen und den Belastungsausgleich bei Unterbesetzung. Die Charité hat den Tarifvertrag zum 31. August gekündigt. Verdi will ihn aufrechterhalten und weiterentwickeln. Die Tarifverhandlungen laufen.
Verdi hat die Pflegekräfte der Charité am 15. und 16. Oktober zum erneuten Warnstreik aufgerufen. Der Aufruf umfasste den Früh-, Spät- und Nachtdienst an den Campus Virchow-Klinikum, Campus Charité Mitte und Campus Benjamin Franklin. Zuletzt hatten die Beschäftigten Mitte September gestreikt. Nach Angaben des Unternehmens arbeiten an der Charité etwa 7.000 Pflegekräfte.
Charité-Pressesprecher Markus Heggen betonte, die Klinik setze alles daran, die Versorgung sicherzustellen. Dies gelte besonders für die Notaufnahme, die Intensivmedizin, OP-Notfälle, den Kreißsaal, die Onkologie und alle unaufschiebbaren Behandlungen. Zugleich werbe die Charité für eine zügige und konstruktive Lösung am Verhandlungstisch.
Aus Sicht der Gewerkschaft zählt vor allem ausreichend Personal auf den Stationen. Franziska Aurich, Pflegefachperson und Mitglied der Verdi-Tarifkommission, sagte, man wolle genug Kolleginnen und Kollegen auf den Stationen, um die Patientinnen und Patienten gut zu versorgen.
Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg verhandelte am Mittwoch letzte Woche erneut über den Notdienst während des Warnstreiks. Es bestätigte die von der Charité beantragte Notdienstbesetzung vollumfänglich. Verdi hat dagegen Berufung eingelegt, weil die Besetzung das Streikrecht aus Sicht der Gewerkschaft unverhältnismäßig einschränke. Am Nachmittag liefen die Verhandlungen noch.
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