Pflegerat sieht Reform der Notfallversorgung als unvollständig an

Der Deutsche Pflegerat kritisiert den Gesetzentwurf zur Notfallversorgung. Pflegefachliche Kompetenzen fehlen aus Sicht des Gremiums weiterhin…

5. Januar 2026
  • Pflege
  • Politik

Der Deutscher Pflegerat sieht im aktuellen Referentenentwurf zur Reform der Notfallversorgung erhebliche Defizite. Nach Einschätzung des Gremiums beschränkt sich der Entwurf stark auf ärztlich-medizinische Maßnahmen und blendet die pflegefachliche Perspektive aus. Damit bleibe die Reform inhaltlich unvollständig.

Pflegefachpersonen seien in allen Versorgungsbereichen tätig und würden kritische Situationen häufig frühzeitig erkennen. Dazu zählen unter anderem akute Verschlechterungen, Infektionen oder palliative Krisen. Ohne ihre strukturierte Einbindung drohten Fehlsteuerungen, unnötige Transporte und zusätzliche Belastungen für Kliniken und Betroffene.

Die Präsidentin des Pflegerats, Christine Vogler, fordert daher eine gesetzliche Verankerung der Pflege als eigenständigen Akteur in der Notfallversorgung. Vorgeschlagen werden ein verbindlicher Qualifikationsrahmen sowie klar definierte Aufgaben bei Ersteinschätzungen und telemedizinisch unterstützten Entscheidungen.

Quelle:
bibliomed-pflege.de

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