Pflegereform ohne Digitalisierung greift zu kurz
Das Bündnis Digitalisierung in der Pflege drängt auf klare Vorgaben, verlässliche Finanzierung und mehr Pflegeinformatik. Ohne verbindliche Regeln bleibe die Pflegereform unvollständig…
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Das Bündnis Digitalisierung in der Pflege fordert mit Blick auf die anstehende Pflegereform einen deutlichen Kurswechsel. Digitale Lösungen müssten verbindlich geregelt, strukturiert finanziert und fachlich gestärkt werden, um spürbare Effekte in der Versorgung zu erzielen.
Zwar habe die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Zukunftspakt Pflege die Digitalisierung als Querschnittsthema benannt. Die bisherigen Vorschläge reichten nach Einschätzung des Bündnisses jedoch nicht aus. Es fehle an klaren Zuständigkeiten, verbindlichen Vorgaben und einer nachhaltigen Umsetzung.
Besonders kritisch bewertet das Bündnis die ungeklärte Finanzierung. Investitionen, laufender Betrieb, IT-Sicherheit und qualifiziertes Personal seien bislang nicht dauerhaft abgesichert. Zudem brauche es eine stärkere Verankerung der Pflegeinformatik als Schnittstelle zwischen Pflegepraxis, Organisation und IT.
Auch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz müssten frühzeitig berücksichtigt werden. Klare ethische und rechtliche Rahmenbedingungen seien Voraussetzung, um Bürokratie abzubauen und Pflegebedürftige gezielt zu unterstützen.
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