Pilotprojekt reagiert auf steigende Gewalt gegen Krankenhauspersonal

Das Klinikum Dortmund testet ab Mitte Januar Bodycams in ausgewählten Notaufnahmen. Der dreimonatige Pilot soll Übergriffe reduzieren und Beschäftigte schützen…

23. Dezember 2025
  • Personal

Das Klinikum Dortmund plant einen zeitlich befristeten Testeinsatz von Bodycams zum Schutz der Mitarbeitenden. Ab Mitte Januar sollen Beschäftigte in den Notaufnahmen der Standorte Mitte und Nord sowie in der Kinderklinik die Technik für drei Monate erproben.

Anlass ist laut Angaben des Klinikums ein Anstieg von Gewalttaten und Angriffen, insbesondere in Notaufnahmen. Die Kameras sollen vor allem im Empfangsbereich eingesetzt werden und nur in als kritisch eingestuften Situationen aktiviert werden. Eine Nutzung während medizinischer Behandlungen oder in vertraulichen Situationen ist ausgeschlossen.

Das Klinikum erwartet eine präventive und deeskalierende Wirkung, vergleichbar mit Erfahrungen bei Polizei und Ordnungsämtern. Im Fall von Straftaten könnten Aufnahmen zudem der Beweissicherung dienen. Vor einer Aktivierung sollen Betroffene klar informiert werden.

Das Tragen und Einschalten der Bodycams bleibt freiwillig. Eine Verpflichtung für die Beschäftigten besteht nicht. Nach Abschluss der Testphase will das Klinikum über einen dauerhaften Einsatz und eine mögliche Ausweitung auf weitere Bereiche entscheiden.

Quelle:
wdr.de

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