PKV-Versicherte bringen Kliniken 2,04 Milliarden Euro Mehrumsatz durch Wahlleistungen
Privatversicherte generierten 2024 einen stationären Mehrumsatz von 2,04 Milliarden Euro durch Wahlleistungen. Das entspricht fast 15 Prozent ihrer stationären Leistungsausgaben…
- Ökonomie
PKV-Versicherte finanzieren Krankenhäuser nicht über höhere Fallpauschalen, sondern über Wahlleistungen. Das DRG-System sieht für allgemeine Behandlungskosten einheitliche Fallpauschalen vor, unabhängig vom Versicherungsstatus. Den entscheidenden Unterschied machen Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweibettzimmer.
Allein 2024 lagen die stationären Ausgaben der PKV-Vollversicherten für Wahlleistungen bei 2,04 Milliarden Euro, knapp 15 Prozent ihrer gesamten stationären Leistungsausgaben. Die Vergütung wahlärztlicher Leistungen erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Unterkunftswahlleistung richtet sich nach der Gemeinsamen Empfehlung von PKV-Verband und Deutscher Krankenhausgesellschaft.
Wahlleistungen stehen nicht nur PKV-Vollversicherten offen. Auch gesetzlich Versicherte mit privater Zusatzversicherung sowie Selbstzahler können sie in Anspruch nehmen.
Der wirtschaftliche Anreiz durch Wahlleistungseinnahmen veranlasst Kliniken laut Artikel, gezielt in Unterkunftsqualität und Verpflegung zu investieren. Die Autoren sehen darin einen mittelbaren Nutzen für den allgemeinen Versorgungsstandard.
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