Polavis-Chef plädiert für offene Schnittstellen statt KIS-Zentralismus
Nach Ansicht von Polavis-Geschäftsführer Farid Kanbari reicht das klassische KIS für viele Kliniken nicht mehr aus. Offene Schnittstellen und eine Krankenhaus-Orchestrierungsplattform sollen KI und Interoperabilität ermöglichen…
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Farid Kanbari, Geschäftsführer von Polavis, hält ein klassisches Krankenhausinformationssystem für die künftigen Anforderungen vieler Kliniken nicht mehr für ausreichend. Aus seiner Sicht reicht es nicht, bei der KIS-Nachfolge in bestehenden Systemkategorien zu denken. Krankenhäuser sollten ihre IT-Architektur so ausrichten, dass eine Krankenhaus-Orchestrierungsplattform Informationen aus verschiedenen Systemen verknüpft und daraus konkrete Handlungen ableiten kann.
Als zentrale Voraussetzung nennt Kanbari durchgängig offene Schnittstellen. Nur wenn Systeme sich konsequent öffnen, können Kliniken spezialisierte Anwendungen anbinden, Daten strukturiert austauschen und neue Anforderungen wie KI, Datenräume oder sektorübergreifende Versorgung technisch umsetzen. Das KIS bleibt dabei Teil der Landschaft, soll aber nicht mehr die führende Rolle einnehmen.
Verantwortung sieht Kanbari bei Anbietern und Kliniken. Anbieter müssten managementfähige Systeme und belastbare Schnittstellen bereitstellen. Kliniken müssten Anforderungen konsolidieren, ihre Zielarchitektur klarer definieren und wirtschaftliche sowie fachliche Interessen zusammenführen.
Als zentrales Ziel nennt Kanbari die IT-Souveränität der Krankenhäuser. Häuser, die technische und vertragliche Abhängigkeiten begrenzen und ihre Systeme interoperabel aufstellen, könnten in den kommenden Jahren kosten- und ergebnisorientierter arbeiten.
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