Politische Einigkeit trotz knapper Kassen im Starnberger Kreistag
Der Landkreis Starnberg plant neue Schulden, um seine Kliniken finanziell zu stützen. Der Haushalt 2026 setzt klare Schwerpunkte und lässt wenig Spielraum…
- Ökonomie
Der Kreistag des Landkreises Starnberg hat den Haushalt für 2026 einstimmig verabschiedet. Vorgesehen ist eine Neuverschuldung von 26,5 Millionen Euro, davon fließen 25 Millionen Euro in den Defizitausgleich der kreiseigenen Kliniken. Insgesamt umfasst der Haushalt ein Volumen von 285 Millionen Euro. Die Ausgaben steigen vor allem bei Pflichtaufgaben. Höhere Umlagen an den Bezirk Oberbayern, steigende Kosten für den öffentlichen Personennahverkehr, Personal sowie die Jugendhilfe belasten den Etat zusätzlich. Auch die Kreisumlage für die Gemeinden erhöht sich deutlich. Fraktionsübergreifend herrscht Einigkeit, die Kliniken trotz unklarer bundes- und landespolitischer Rahmenbedingungen abzusichern. Gleichzeitig betonten mehrere Rednerinnen und Redner den notwendigen Reformbedarf. Genannt wurden strukturelle Anpassungen, Einsparungen und eine klare Reduktion der Defizite. Landrat Stefan Frey verwies auf schwierige Priorisierungen, die auch andere Bereiche wie weiterführende Schulen betreffen. Der Haushalt gilt als Übergangslösung in einer Phase begrenzter finanzieller Handlungsmöglichkeiten.
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