Porr Healthcare übernimmt Vamed-Sparte und baut Gesundheitsportfolio auf sieben Märkte aus

Nach der Übernahme der Vamed Standortentwicklung und Engineering bündelt Porr Healthcare Bau, Planung und Medizintechnik unter einem Dach und rollt das erweiterte Portfolio in sieben Märkten aus…

13. August 2026
  • Digitale Klinik
  • Ökonomie

Porr Healthcare plant und realisiert Gesundheitsimmobilien künftig vollständig aus einer Hand: Bau, bauliche Planung, Betriebsorganisation und Medizintechnikplanung. Grundlage ist die Übernahme der Vamed Standortentwicklung und Engineering, durch die mehr als 30 zusätzliche Projekte hinzukamen, darunter das AUVA Rehazentrum Meidling, die Erweiterung des Hanusch-Krankenhauses Wien, das Bezirkskrankenhaus Reutte und das Krankenhaus Wiener Neustadt.

Das erweiterte Portfolio wird in sieben Heimmärkten ausgerollt: Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Polen, Slowakei und Rumänien. Studien prognostizieren ein jährliches globales Marktwachstum von 5 bis 10 Prozent in der Gesundheitsinfrastruktur. Der demografische Wandel treibt diese Entwicklung. In Österreich soll der Anteil der über 65-Jährigen bis 2040 von rund 20 auf rund 26 Prozent steigen, EU-weit wird bis 2050 ein Anstieg auf rund 30 Prozent erwartet.

Porr setzt auf modulare Bauweisen, BIM-gestützte Planung und Simulationen zur Wegeoptimierung. In Wien entsteht Pavillon 6 des Hanusch-Krankenhauses mit 10.500 m², 66 Betten und modernem OP-Bereich. Das Bezirkskrankenhaus Reutte wird bei laufendem Betrieb saniert; modernisiert werden unter anderem Orthopädie, Chirurgie, Dialyse sowie Kinder- und Geburtenstation.

In Polen bearbeitet Porr fünf Projekte. Das Onkologische Krankenhaus in Wrocław umfasst knapp 250 Millionen Euro Auftragswert, über 100.000 m² Bruttogeschossfläche, 26 Bettenstationen und 30 ambulante Behandlungseinheiten. In Warschau realisiert Porr ein Behandlungs- und Diagnosezentrum für das Mutter-Kind-Institut sowie die neue Kardiologie-Abteilung im Bielański-Krankenhaus, ausgestattet unter anderem mit einer Angiografieanlage.

In Prag errichtete Porr das Intensive Care Simulation Centre der Universitätskliniken Motol und Homolka für rund 20,4 Millionen Euro, unter Einsatz von BIM und LEAN-Methoden.

Quelle:
tga.at

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