Praxisanleitung im Fokus: Kölner Pflegetalk thematisiert Unzufriedenheit von Pflege-Azubis

Nur rund ein Drittel der Auszubildenden bewertet die Pflegeausbildung positiv. Im Kölner Pflegetalk diskutieren Fachleute Ursachen wie fehlende Praxisanleitung, strukturelle Defizite und mögliche Verbesserungsansätze…

17. März 2026
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Die Zufriedenheit von Auszubildenden in der Pflege liegt deutlich unter dem Niveau anderer dualer Ausbildungsberufe. Aktuelle Zahlen zeigen, dass lediglich 34,7 Prozent der Befragten ihre Ausbildung positiv bewerten. In anderen Branchen liegt dieser Wert bei mehr als 70 Prozent. Der Personalmangel in der Pflege verschärft die Situation zusätzlich. Einrichtungen sind darauf angewiesen, Nachwuchs zu gewinnen und die Fachkräfte langfristig zu binden. Viele Auszubildende berichten von schwierigen Bedingungen im Arbeitsalltag, weil häufig die Zeit für Lernprozesse fehlt. Zudem erhalten sie zu wenig fachliche Anleitung und übernehmen früh Aufgaben wie reguläre Arbeitskräfte.

Diese Probleme stehen im Mittelpunkt des Kölner Pflegetalks. Dort diskutieren Pflegepädagoge Dr. German Quernheim und der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Volker Großkopf über die Rolle der Praxisanleitung. Quernheim sieht weniger fehlende Motivation als vielmehr strukturelle Defizite in den Organisationen. Die notwendige Unterstützung durch Einrichtungen fehle oft. Die Folgen zeigen sich in Überforderung und in einer Zunahme der Ausbildungsabbrüche.

Gleichzeitig gibt es Beispiele für Verbesserungen. In einer österreichischen Pflegeeinrichtung führte die Einstellung einer freigestellten Praxisanleiterin zu einer höheren Ausbildungsqualität. Innerhalb eines Jahres stieg zudem die Zahl der Bewerbungen deutlich an. Im Gespräch geht es auch um neue Perspektiven für die Ausbildung. Einrichtungen sollten Auszubildende gezielt fördern und ihnen deshalb eine besondere Aufmerksamkeit widmen.

Quelle:
rechtsdepesche.de

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