Praxisgebühr von Kassenärzten sorgt parteiübergreifend für Widerstand

Der Vorstoß der Kassenärzte für eine Praxisgebühr stößt auf breite Kritik. Sozialverbände und Politik warnen vor sozialen Folgen und mehr Bürokratie…

2. Januar 2026
  • Politik
  • Ökonomie

Der Vorschlag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, für jeden Arztbesuch eine Gebühr von drei bis vier Euro einzuführen, löst deutliche Ablehnung aus. Patientenvertreter sehen darin vor allem ein Instrument zur Einnahmesteigerung ohne erkennbaren Qualitätsgewinn. Sozialverbände warnen vor abschreckenden Effekten für Menschen mit geringem Einkommen. Notwendige Arztbesuche könnten aufgeschoben werden, was langfristig höhere Kosten verursachen könne. Auch aus der Politik kommt Kritik. Vertreterinnen und Vertreter von Grünen und SPD halten die Gebühr für bürokratisch, sozial unausgewogen und gesundheitspolitisch wenig wirksam. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung verweist dagegen auf die angespannte Finanzlage der Krankenkassen. Der Vorschlag einer sogenannten Kontaktgebühr solle die Einnahmebasis stabilisieren und sozial verträglich ausgestaltet werden. Die Debatte zeigt, wie sensibel Eigenbeteiligungen im Gesundheitswesen bleiben.

Quelle:
deutschlandfunk.de

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