Praxisgebühr-Vorstoß der Kassenärzte trifft auf breite Ablehnung

Der Vorschlag einer neuen Praxisgebühr sorgt für deutliche Kritik aus Patienten-, Sozial- und Parteikreisen und entfacht erneut die Debatte um Zugang und Gerechtigkeit im Gesundheitswesen…

1. Januar 2026
  • Politik

Der Vorstoß der Kassenärztliche Bundesvereinigung zur Einführung einer Praxisgebühr stößt auf breite Ablehnung. Vorgesehen ist ein Betrag von drei bis vier Euro pro Arztbesuch, der zur Stabilisierung der Finanzen der Krankenkassen beitragen soll.

Patienten- und Sozialverbände sehen darin jedoch vor allem einen sozialen Hemmschuh. Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert, dass finanzielle Interessen im Vordergrund stünden und Qualitätsaspekte keine Rolle spielten. Auch der Paritätischer Gesamtverband warnt vor abschreckenden Effekten, insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen.

In der Politik fällt die Resonanz ebenfalls negativ aus. Vertreterinnen und Vertreter von Grünen und SPD bezeichnen die Gebühr als bürokratisch, unsozial und ineffektiv. Sie befürchten verzögerte Behandlungen und steigende Folgekosten. Der Vorschlag der Kassenärzte verschärft damit erneut die Diskussion um eine ausgewogene und gerechte Finanzierung der ambulanten Versorgung.

Quelle:
deutschlandfunk.de

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