Krankenhausreform: Experten sehen Patientensicherheit und Effizienz in Gefahr
Die überarbeitete Krankenhausreform stößt bei Fachleuten auf deutliche Kritik. Sie befürchten hohe Ausgaben ohne messbare Verbesserungen für Qualität und Patientenversorgung…
- Politik
Die schwarz-rote Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat die Krankenhausreform ihres Vorgängers überarbeitet. Ziel bleibt eine stärkere Spezialisierung und höhere Behandlungsqualität, doch Kritikerinnen und Kritiker sehen diese Ziele gefährdet.
Wirtschaftsexperten und frühere Berater des Bundesgesundheitsministeriums warnen, dass geplante Ausnahmeregelungen für die Bundesländer zentrale Qualitätsvorgaben aufweichen könnten. Dadurch drohten Einsparpotenziale von mehreren Milliarden Euro verloren zu gehen.
Besonders kritisch bewerten Fachleute, dass Länder Kliniken aus Gründen der Versorgungssicherung von Standards entbinden dürfen. Dies könne dazu führen, dass weiterhin zu viele Krankenhäuser ein breites Leistungsspektrum vorhalten, ohne ausreichende Spezialisierung. Auch Krankenkassenvertreterinnen warnen vor Risiken für die Patientensicherheit.
Das Investitionsvolumen der Reform liegt bei mehreren Dutzend Milliarden Euro. Ohne konsequente Zweckbindung bestehe die Gefahr, dass hohe Mittel eingesetzt werden, ohne die Versorgung spürbar zu verbessern. Gesundheitsministerin Nina Warken hält dagegen an einer praxistauglichen Umsetzung fest und verweist auf die Verantwortung der Länder bei der Umsetzung.
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