Reformdruck: Zeitplan für neue Krankenhausfinanzierung ist kaum noch zu halten

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hält den Zeitplan für die geplante Krankenhausreform bis 2027 für unrealistisch und fordert eine zweijährige Verschiebung, um die Grundlagen sorgfältiger zu prüfen. Trotz eines 50-Milliarden-Euro-Fonds herrscht sowohl bei Experten als auch in der Bevölkerung Skepsis über den Erfolg der Reform und deren Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung.

15. Januar 2025
  • Politik


Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert eine zweijährige Verschiebung der geplanten Krankenhausreform, da die vorgesehene Einführung der neuen Krankenhausfinanzierung zum 1. Januar 2027 in der aktuellen Zeitplanung nicht umsetzbar sei. DKG-Vorstand Gerald Gaß betonte, dass eine solide Planung essenziell sei, da es keine zweite Chance gebe, und schlug eine „Zeitenwende in der Gesundheitspolitik“ vor, inklusive der Zusammenlegung von ambulanter und stationärer Bedarfsplanung. Bis Mitte 2026 müssten die Bundesländer ihre Planungen abschließen, doch die rechtlichen Grundlagen hierfür fehlen bislang. Der Transformationsfonds über 50 Milliarden Euro müsse effizient und verantwortungsvoll eingesetzt werden, warnte auch die AOK, die zudem Kritik an der fallzahlabhängigen Finanzierung äußerte. Skepsis herrscht nicht nur bei den Experten, sondern auch in der Bevölkerung, von der laut Umfragen nur 20 Prozent Verbesserungen durch die Reform erwarten. Die DKG und die AOK betonten, dass in der kommenden Legislaturperiode weitere Überzeugungsarbeit und Anpassungen notwendig sind, um die Reform erfolgreich umzusetzen…

Quelle:

aok.de


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