Reformpläne der Bundesregierung treiben ärztliches Stimmungsbarometer auf Negativrekord

Das Stimmungsbarometer der Stiftung Gesundheit erreicht im dritten Quartal 2026 mit -48,5 den niedrigsten Wert seit über 20 Jahren. Hauptgrund sind die Reformpläne der Bundesregierung…

14. Oktober 2026
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Die Stimmung unter den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Deutschland ist auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung gefallen. Das Stimmungsbarometer der Stiftung Gesundheit liegt im dritten Quartal 2026 bei -48,5, rund 20 Punkte unter dem Frühjahrswert.

Der Einbruch betrifft alle Fachgruppen. Besonders schlecht ist die Lage bei den Hausärzten mit -55,6. Auch Zahnärzte, Fachärzte und Psychologische Psychotherapeuten verzeichnen deutliche Rückgänge.

Als Hauptursache nennen 92 Prozent der Befragten politische Entscheidungen, gesetzliche Regelungen und Vorgaben der Selbstverwaltung. Mehr als die Hälfte empfindet zudem Digitalisierung und Praxis-Administration als belastend.

Die wirtschaftliche Lage bewerten jeweils rund ein Drittel der Fachgruppen als schlecht, etwa die Hälfte als befriedigend. Ausnahme sind die Psychologischen Psychotherapeuten. Deutlich dramatischer fallen die wirtschaftlichen Erwartungen aus: Der Wert liegt bei -80, ein Minus von 35 Punkten gegenüber dem ersten Quartal. Rund neun von zehn Befragten rechnen mit einer Verschlechterung, bei den Zahnärzten sind es 60 Prozent.

An der Befragung nahmen zwischen dem 9. und 16. September 2026 insgesamt 941 niedergelassene Ärzt:innen per Fragebogen teil.

Quelle:
hartmannbund.de

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