Regioklinik statt Vollversorger: Frankenthal fürchtet Verlust von Notaufnahme, Intensivstation und Chirurgie

Mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution wehrt sich der Frankenthaler Stadtrat gegen drohende Einschnitte bei Notaufnahme, Intensivstation und Chirurgie der Stadtklinik durch die Krankenhausreform des Landes…

28. August 2026
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Der Frankenthaler Stadtrat hat am Dienstagabend einstimmig eine Resolution verabschiedet, um die Stadtklinik Frankenthal vor weitreichenden Einschnitten durch die Krankenhausreform des Landes Rheinland-Pfalz zu schützen. Konkret befürchtet die Stadt, dass Notaufnahme, Intensivstation und Chirurgie in einigen Jahren geschlossen werden müssen.

Auslöser ist eine Empfehlung des Gesundheitsministeriums, die Stadtklinik künftig als abgestufte „Regioklinik“ einzustufen. Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) berichtete von entsprechenden Gesprächen mit dem Ministerium, betonte aber, dass vieles noch unklar sei. Die Zentrale Notaufnahme behandelt jährlich 20.000 Patienten, die Intensivstation 10.000.

CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Schuff warnte, eine Abstufung könnte die Bettenzahl von derzeit 300 auf 50 reduzieren. Ratsmitglieder sprachen von Angst, Vertrauensverlust und Unsicherheit in der Bevölkerung.

Kaufmännischer Geschäftsführer Andor Toth zeigte sich optimistisch. Nach Investitionen von 68 Millionen Euro in den vergangenen 15 Jahren rechne er nicht mit einem vollständigen Rückbau. Am Dienstagnachmittag waren die fast 800 Beschäftigten der Klinik über die möglichen Folgen informiert worden.

Das Land Rheinland-Pfalz will seine konkreten Reformpläne am 1. September vorlegen. Ein neuer Krankenhausplan soll ab Anfang 2027 in Kraft treten.

Quelle:
swr.de

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