Regiokliniken: Rheinland-Pfalz verschickt Bescheide für neue Krankenhausstruktur ab 2027

Ab 2027 werden Kliniken in Rheinland-Pfalz zu Regiokliniken umgewandelt. Das Land verschickt im Oktober die Bescheide, doch die Krankenhausgesellschaft warnt vor Finanzierungslücken durch Bundeskürzungen…

6. Oktober 2026
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Die Krankenhausstandorte Bingen, Kirn und Hermeskeil werden ab Januar 2027 zu Regiokliniken. Dieser neue Kliniktyp verbindet stationäre und ambulante Versorgung ohne eigene Leistungsgruppen und soll vor allem die wohnortnahe Behandlung von Alltagsnotfällen sichern. Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) sprach zuletzt von mindestens sieben möglichen Regiokliniken. Die Entscheidung liegt beim jeweiligen Träger.

Das Ministerium will die Bescheide für Regiokliniken und Leistungszuweisungen noch im Oktober versenden. Die Anhörungsverfahren seien weitgehend ohne Proteste abgeschlossen worden. In Frankenthal und Bad Dürkheim laufen die Gespräche mit den Trägern noch. In Bad Dürkheim hängt die Entwicklung auch von einem möglichen Krankenhausneubau in Neustadt an der Weinstraße ab.

Insgesamt lagen dem Ministerium 1.285 Gutachten des Medizinischen Dienstes zu beantragten Leistungsgruppen vor, 1.065 wurden im ersten Schritt verplant. Die Anhörung zur Schlaganfallversorgung ist noch nicht abgeschlossen. Das gesamte Verfahren soll noch 2026 enden. Die neuen Zuweisungen treten mit dem Krankenhausplan zum 1. Januar 2027 in Kraft.

Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz sieht die Planung durch Kürzungen des Bundes im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefährdet. Geschäftsführer Andreas Wermter fordert einen Landesfonds von mindestens 150 Millionen Euro. Krankenhausplanung allein löse die wirtschaftlichen Probleme nicht.

Quelle:
stern.de

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