Regionalbudgets sollen Krankenhausfinanzierung flexibler machen
Boris Augurzky regt Regionalbudgets als neue Finanzierungsform für Krankenhäuser an. Mehr Gestaltung vor Ort, weniger Bürokratie…
- Ökonomie
Der Gesundheitsökonom Boris Augurzky vom Institute for Health Care Business (hcb) sieht Regionalbudgets als mögliche Alternative zur bisherigen Krankenhausfinanzierung. Auf dem Deutschen Krankenhaustag erklärte er, dass Länder und Regionen mit festen Budgets künftig eigenverantwortlich über die Organisation der Versorgung entscheiden könnten. Diese Mittel sollen ambulante, stationäre und rehabilitative Leistungen gemeinsam abdecken. Komplexe Behandlungen könnten weiterhin überregionale Kliniken übernehmen. Erste Modellregionen mit etwa 200.000 bis 300.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sollen in strukturschwachen Gebieten erprobt werden. Ziel ist eine effiziente, wohnortnahe Versorgung mit weniger Bürokratie und geringeren Kosten. Augurzky betonte, dass die finanzielle Lage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Reformdruck erzeugt und Sparmaßnahmen unvermeidbar sind. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigte für 2026 weitere Einsparungen an.
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