Rehabilitation als Lösung für die Akutmedizin? Median plant Umstrukturierung

Median setzt auf eine transparente Qualitätsmessung, um die Reha-Behandlung zu optimieren. Mit digitalen Tools und neuen Versorgungsmodellen will der Klinikverbund den Übergang von der Akutmedizin zur Rehabilitation verbessern. Ambulantisierung, sektorenübergreifende Versorgung und Nachsorge stehen dabei im Fokus.

21. März 2025
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Die Median-Kliniken haben sich der Qualitätssicherung verschrieben und messen ihre Leistungsdaten in Echtzeit. Diese Transparenz soll nicht nur den Patienten, sondern auch den Kostenträgern zugutekommen. Das Krankenhausversorgungs-Verbesserungsgesetz (KHVVG) sieht Median kritisch, da es keine umfassende Folgenabschätzung enthält.

Der Klinikverbund sieht eine wachsende Bedeutung der Rehabilitation, insbesondere aufgrund sinkender Verweildauern in Akutkrankenhäusern. In der Orthopädie könnte die Reha bereits ab dem dritten postoperativen Tag übernehmen. Auch sektorenübergreifende Versorgungszentren (SÜV) könnten helfen, Versorgungslücken zu schließen.

Ein weiteres Zukunftsthema ist die Ambulantisierung. Median sieht hierin Chancen, fordert aber mehr Flexibilität statt zusätzlicher Finanzmittel. Ein bereits geschlossener IV-Vertrag mit einer Krankenkasse zeigt, dass digitale Nachversorgung stationäre Aufenthalte verkürzen kann, ohne die Versorgungsqualität zu gefährden.

Median stellt sich darauf ein, eng mit Akutkliniken und Kostenträgern zusammenzuarbeiten, um eine lückenlose Patientenversorgung sicherzustellen. Dabei wird die Reha zunehmend als Bindeglied zwischen Krankenhaus und ambulanter Nachsorge betrachtet…

Quelle:

kma-online.de


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