Rehaklinik Bruckmühl: Landkreis Rosenheim leitet Konzessionsentzugsverfahren ein
Der Landkreis Rosenheim hat nach einer unangekündigten Prüfung ein Konzessionsentzugsverfahren gegen eine geriatrische Rehaklinik in Bruckmühl eingeleitet. Der Betrieb läuft vorerst weiter…
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Eine geriatrische Rehaklinik im oberbayerischen Bruckmühl steht vor einem möglichen Konzessionsentzug. Der Landkreis Rosenheim hat nach einer unangekündigten Prüfung ein entsprechendes Verfahren eingeleitet und der Klinik ein Anhörungsschreiben zugestellt. Der Ausgang ist offen.
Das Landratsamt Rosenheim und der Medizinische Dienst Bayern stellten bei der Kontrolle „erhebliche Mängel im Dokumentationsmanagement“ fest. Dadurch ließ sich nicht lückenlos belegen, ob die pflegerische und medizinische Versorgung adäquat erbracht wurde. Betroffen sind medizinische Verordnungen sowie die Gabe und Wirkung von Medikamenten. Zusätzlich zeigten sich im Einzelfall Mängel in der Basishygiene, der Wundversorgung und der Patientenlagerung.
Auslöser der aktuellen Prüfung waren Medienberichte des Bayerischen Rundfunks über Missstände in der Klinik. Das Gesundheitsamt hatte die Einrichtung bereits in der Vergangenheit wiederholt kontrolliert, auch aufgrund von Beschwerden.
Die Klinik hatte 2023 ein neues Dokumentationssystem eingeführt und die Mitarbeitenden geschult. Ein von der Klinik beauftragter Kommunikationsberater räumte ein, dass die Verbesserungen noch nicht abgeschlossen seien, zeigte sich jedoch zuversichtlich, die Auflagen bis Ende September zu erfüllen.
Eine sofortige Schließung oder betriebseinschränkende Maßnahmen wie ein Aufnahmestopp wurden nicht verhängt. Das Landratsamt erklärte, es lägen keine Erkenntnisse vor, die eine sofortige Schließung rechtfertigen würden. Der Betrieb läuft normal weiter.
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