Rettung der Kliniken in MV nur mit Steuermitteln möglich

Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern stehen mit 280 Millionen Euro Defizit vor dem Aus. Die Klinikgesellschaft fordert Korrekturen an Lauterbachs Reform und warnt: Ohne Steuergeld drohen Schließungen…

15. September 2025
  • Politik
  • Ökonomie

Die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern kämpfen mit einem Defizit von rund 280 Millionen Euro. Die Krankenhausgesellschaft des Landes kritisiert das von Karl Lauterbach geprägte Reformgesetz als unpräzise und fehlerhaft. Geschäftsführer Uwe Borchmann betont, dass die Reform für Mecklenburg-Vorpommern nur mit Ausnahmeregelungen umsetzbar sei, da sie in erster Linie Überkapazitäten in westdeutschen Bundesländern abbauen solle. Bereits 2024 habe die Gesellschaft die Landesregierung aufgefordert, der Reform nicht zuzustimmen. Grund seien fehlende Folgenabschätzungen, drohendes Umsetzungschaos und die ausbleibende Auszahlung von Mitteln aus dem Transformationsfonds. Für die kommenden zwei Jahre sieht Borchmann mehrere Standorte existenziell gefährdet. Ohne schnelle Lösungen bei Vorhaltevergütung und sektorenübergreifender Versorgung müssten Land und Landkreise mit Steuergeldern einspringen. Zudem kritisiert die Krankenhausgesellschaft die Einführung des Klinik-Atlas als kostspielig und nutzlos, begrüßt jedoch dessen Einstellung zugunsten bewährter Instrumente wie des Deutschen Krankenhausverzeichnisses.

Quelle:
nordkurier.de

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