Rheinland-Pfalz: Ab 2027 greift die Krankenhausreform, acht bis zehn Regiokliniken geplant
Gesundheitsminister Clemens Hoch kündigt für September wegweisende Entscheidungen zur Krankenhausreform in Rheinland-Pfalz an. Ab 2027 soll eine neue Versorgungsstruktur mit acht bis zehn Regiokliniken greifen…
- Politik
Rheinland-Pfalz setzt die Krankenhausreform ab Anfang 2027 um. Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) kündigte an, im September entscheidende Schritte einzuleiten und ab Oktober schrittweise Bescheide über die Leistungsgruppen der einzelnen Häuser zu erlassen.
Kernstück der neuen Versorgungsstruktur sind acht bis zehn sogenannte Regiokliniken. Sie sollen Alltagsnotfälle behandeln und als Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung fungieren. Als mögliche Standorte nennt Hoch Kirn und Boppard. In Hermeskeil existiert ein solches Modell bereits.
Für Bingen hält Hoch ein klassisches Krankenhaus für möglich, sofern der Landkreis es weiterhin trägt und finanziert. Zusätzlich soll dort mindestens eine Regioklinik entstehen, da viele Patienten heute bereits Kliniken in Mainz, Alzey oder Bad Kreuznach bevorzugen.
In Landau befürwortet das Land eine Zusammenlegung der beiden bestehenden Krankenhäuser. In Speyer, Trier, Mainz und Ludwigshafen sollen alle Standorte erhalten bleiben.
Für Häuser, deren Träger noch keine Einigung erzielt haben, sind Übergangsregelungen vorgesehen. Leistungsgruppen werden dort befristet auf drei bis fünf Jahre zugeteilt. Die längste Übergangslösung erwartet Hoch für Koblenz, wo das Bundeswehrzentralkrankenhaus eigene Planungen verfolgt.
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