Rheinland-Pfalz stellt Weichen für Klinikreform
Rheinland-Pfalz startet den Reformprozess seiner Krankenhauslandschaft. Regiokliniken sollen flächendeckende Grundversorgung sichern, während Telemedizin gegen den Fachärztemangel helfen soll. Regionalkonferenzen mit Klinikträgern sollen Transparenz schaffen. Entscheidungen stehen noch aus, da Bundesvorgaben fehlen.
- Politik
Rheinland-Pfalz startet die Diskussion über seine zukünftige Krankenhausstruktur. Gesundheitsstaatssekretärin Nicole Steingaß (SPD) kündigt an, dass an allen 126 Klinikstandorten ein medizinisches Angebot erhalten bleibt, jedoch Veränderungen notwendig sind. Ein zentraler Bestandteil der Planung sind sogenannte Regiokliniken. Diese sollen aus bestehenden Versorgungszentren entstehen und die Grundversorgung sicherstellen. Ambulante Operationen, Kurzzeitpflege oder Reha könnten dazugehören. Für Notfälle sind sie nicht vorgesehen, und eine 24/7-Besetzung hängt von der jeweiligen Region ab. Zusätzlich soll die Telemedizin ausgebaut werden, um den Fachärztemangel abzufedern. Grundlage für die Krankenhausplanung ist ein 327-seitiges Gutachten, das Fallzahlen bis 2023 auswertet. Für konkrete Entscheidungen fehlen noch Bundesvorgaben. Bis dahin setzt das Ministerium auf Gespräche mit Trägern und Regionalkonferenzen. Die erste startet in Rheinhessen-Nahe, weitere folgen in den fünf Versorgungsregionen des Landes…
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