Rheinland-Pfalz treibt Ausbau hebammengeleiteter Kreißsäle und Hebammenzentralen weiter voran

Am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern ist seit dem 1. Juni ein hebammengeleiteter Kreißsaal in Betrieb. Es ist der sechste geförderte Standort dieser Art in Rheinland-Pfalz…

8. September 2026
  • Politik

Rheinland-Pfalz hat sein Angebot hebammengeleiteter Kreißsäle auf sechs Standorte ausgebaut. Den vorläufigen Abschluss markiert die offizielle Eröffnung am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, wo das Angebot bereits seit dem 1. Juni läuft. Staatssekretärin Dr. Tamara Müller (Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit) sprach bei der Eröffnungsfeier von einem konsequenten Schritt in Richtung Qualität, Wahlfreiheit und Versorgungssicherheit.

In hebammengeleiteten Kreißsälen arbeiten Hebammen eigenverantwortlich und ohne unmittelbare ärztliche Begleitung. Bei Komplikationen steht die Infrastruktur der jeweiligen Geburtsklinik bereit. Neben Kaiserslautern sind entsprechende Angebote an fünf weiteren Standorten etabliert: Klinikum Worms, Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, Diakonie Kliniken Hunsrück Simmern sowie Westpfalz-Klinikum Kirchheimbolanden. Grundlage war ein Förderaufruf des Landes aus dem Jahr 2023. Krankenhäuser mit Geburtshilfe können aktuell weiterhin Förderanträge beim Gesundheitsministerium stellen.

Ergänzend setzt das Land auf Hebammenzentralen, die Termine zur Vor- und Nachsorge vermitteln und besonders in unterversorgten Regionen wirken. Derzeit bestehen fünf Zentralen in Vulkaneifel, Trier-Saarburg, Mainz-Bingen, Altenkirchen/Kirchen mit Hachenburg sowie Simmern. Deren Förderung soll fortgeführt werden.

Quelle:
mwwg.rlp.de

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