RKI bestätigt Kausalität: Fehlende Kühltechnik in Kliniken kostet Menschenleben

RKI und Statistisches Bundesamt belegen hitzebedingte Übersterblichkeit im Juni. Die DKG fordert ein 31-Milliarden-Euro-Klima-Investitionsprogramm für Kühltechnik in Krankenhäusern…

10. Juli 2026
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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft reagiert auf aktuelle Daten zur hitzebedingten Übersterblichkeit mit einer konkreten Forderung: Krankenhäuser müssen endlich mit Kühltechnik ausgestattet werden. Statistisches Bundesamt und Robert-Koch-Institut haben einen kausalen Zusammenhang zwischen der extremen Hitze Ende Juni 2026 und erhöhten Sterblichkeitszahlen bestätigt.

Laut einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts verfügen nur 38 Prozent der deutschen Krankenhäuser überhaupt über gekühlte Patientenzimmer. Selbst in diesen Häusern sind nicht alle Zimmer klimatisiert. Der tatsächliche Anteil gekühlter Krankenzimmer liegt damit weit unter diesem Wert.

Als Hauptursache nennen fast alle befragten Krankenhäuser die fehlende Investitionskostenfinanzierung durch die Länder. Vorhandene Mittel fließen vorrangig in medizinische Geräte und notwendige Baumaßnahmen. Kühltechnik bleibt dabei außen vor.

DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß betont, dass besonders kranke und vulnerable Patientinnen und Patienten unter Hitze leiden. Auch das Krankenhauspersonal sei betroffen. Beschäftigte können ihre Arbeitszeiten nicht in kühlere Stunden verlegen und haben keinen Anspruch auf hitzefrei.

Die DKG hatte bereits im Vorjahr ein Klima-Investitionsprogramm in Höhe von 31 Milliarden Euro vorgeschlagen, das auf einer wissenschaftlichen Untersuchung basiert und Kühltechnik einschließt. Angesichts zunehmender Hitzeperioden mit steigenden Opferzahlen fordert die DKG die Politik zum Handeln auf.

Quelle:
dkgev.de

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