RKI und BfArM starten Online-Tool für aktuelle Antibiotikaresistenzdaten
RKI und BfArM haben ein Online-Tool veröffentlicht, das Ärztinnen und Ärzten aktuelle Resistenzdaten zu Erreger-Antibiotikum-Kombinationen aus der nationalen Surveillance liefert…
- Digitale Klinik
- QM
Das Robert-Koch-Institut und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte haben ein digitales Tool veröffentlicht, das aktuelle Antibiotikaresistenzdaten aus Deutschland zentral zugänglich macht. Ärztinnen und Ärzte können damit gezielt nach Erregern und Antibiotika filtern, um die Resistenzlage vor einer Therapieentscheidung einzuschätzen.
Grundlage sind Daten der Antibiotika-Resistenz-Surveillance des RKI, die Resistenzen aus dem stationären und ambulanten Bereich erfassen. Die Daten werden jährlich aktualisiert. Zwar müssen Fachinformationen für Antibiotika Angaben zur Resistenzlage enthalten. Laut RKI und BfArM sind diese aber nicht immer aktuell und nicht zentral abrufbar. Das neue Tool soll diese Lücke schließen.
Die Tabelle ordnet Antibiotika nach den WHO-Kategorien „Access„, „Watch“ und „Reserve“ ein. Access-Antibiotika sollen bevorzugt eingesetzt werden, Watch-Antibiotika nur bei bestimmten Indikationen. Reserve-Antibiotika bleiben letzte Optionen gegen multiresistente Erreger.
RKI und BfArM sehen das Tool als Beitrag zum Antibiotic Stewardship. Es soll Therapieversagen verringern und die Ausbreitung von Resistenzen eindämmen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.