RoMed bündelt Rosenheim und Bad Aibling in einem Neubau mit rund 750 Betten
Der Aufsichtsrat der RoMed-Kliniken hat einstimmig die Geschäftsführung beauftragt, die Zusammenlegung der Standorte Rosenheim und Bad Aibling in einem Neubau mit rund 750 Betten auszuarbeiten…
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Die RoMed-Kliniken wollen die stationäre Versorgung in Rosenheim und Bad Aibling in einem gemeinsamen Klinikum für Stadt und Landkreis bündeln. Die Gebäude beider Häuser stammen in wesentlichen Teilen aus den 1960er Jahren und benötigen laut RoMed in naher Zukunft erhebliche Investitionen. Eine Infrastrukturstudie hält die Sanierung des Klinikums Rosenheim im laufenden Betrieb für nicht sinnvoll umsetzbar.
Der Aufsichtsrat hat einstimmig beschlossen, dass die Geschäftsführung das weitere Vorgehen ausarbeitet. Über den Neubau entscheidet die Gesellschafterversammlung. Zuvor befassen sich Stadtrat und Kreistag mit dem Vorhaben. Bis zur Inbetriebnahme vergehen mehrere Jahre, die bestehenden Häuser arbeiten vorerst unverändert weiter.
Das neue Klinikum soll rund 750 Betten, eine umfassende Notfallversorgung und die medizinischen Leistungen beider Häuser bündeln. Geplant sind unter anderem interdisziplinäre Zentren für Gefäßmedizin und Kopf-Hals-Tumoren, die sich durch die Zusammenführung von Grund auf neu planen lassen. Das Leistungsspektrum soll im Verbund erhalten und weiterentwickelt werden.
Der gesamte Verbund ist betroffen. Prien am Chiemsee bleibt Notfallstandort und soll mit schrittweiser Erneuerung vor allem in Orthopädie und Sportmedizin weiterentwickelt werden. Wasserburg, dessen Neubau 2022 eröffnet wurde, behält seinen Notfallstatus mit Innerer Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe und erhält ein altersmedizinisches Angebot.
Der Standort ist noch offen. RoMed prüft vertieft mehrere von 18 untersuchten Standorten anhand von Erreichbarkeit, Rettungsdienstanbindung und Fläche für eine spätere Entwicklung. Die Gesamtinvestition liegt nach derzeitiger Schätzung im hohen dreistelligen Millionenbereich. Der weit überwiegende Teil der förderfähigen Investitionen soll über die Krankenhausförderung des Freistaats Bayern und den Krankenhaus-Transformationsfonds finanziert werden. Den verbleibenden Eigenanteil müssten Stadt und Landkreis als Träger tragen.
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