Pflegebudget und PPR 2.0 vor dem Aus: DBfK warnt vor massivem Stellenabbau in der Krankenhausflege

Innerhalb der Koalition kursiert ein Papier zur Abschaffung des Pflegebudgets und der verpflichtenden PPR 2.0. Der DBfK warnt vor sofortigem Stellenabbau und steigender Patientengefährdung…

25. Juni 2026
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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) reagiert mit scharfer Kritik auf ein koalitionsinternes Papier, das die Rückführung des Pflegebudgets in das DRG-System sowie die Abschaffung der verpflichtenden PPR 2.0 vorsieht. DBfK-Präsidentin Vera Lux bezeichnet die Pläne als nicht hinnehmbar und warnt vor unmittelbaren Folgen für Versorgung und Beschäftigung.

Lux zieht einen direkten Vergleich zur Abschaffung der PPR 1.0 Mitte der 1990er Jahre: Die Konsequenzen wären identisch. Krankenhäuser würden offene Stellen nicht mehr nachbesetzen, Einrichtungen mit aufgebautem Pflegepersonal gerieten wirtschaftlich unter Druck und wären zum Stellenabbau gezwungen. Besonders betroffen wären Stellen für Advanced Practice Nurses, die als Erstes wegfielen.

Für Patientinnen und Patienten bedeute ein Personalabbau weniger Unterstützung, mehr vermeidbare Komplikationen und eine steigende Mortalität. Die wissenschaftliche Evidenz zu diesen Zusammenhängen sei eindeutig. Pflegefachpersonen sicherten Mobilisation, Schmerzmanagement, Beratung, Prävention und Entlassungsvorbereitung und damit die Versorgungskontinuität über den Krankenhausaufenthalt hinaus.

Ein breites Bündnis aus Berufsverbänden, Pflegewissenschaft, Gewerkschaften und Krankenhausgesellschaften hatte wiederholt auf die Notwendigkeit bedarfsgerechter Personalbemessung und entsprechender Finanzierung hingewiesen. Der DBfK fordert eine Reform des Pflegebudgets statt seiner Abschaffung sowie den verbindlichen Erhalt der PPR 2.0 als Instrument zur nachvollziehbaren Bedarfserfassung.

Quelle:
dbfk.de

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