Saarland stellt Weichen: Gutachten fordert Strukturwandel in der Kliniklandschaft
Das Saarland ordnet seine Krankenhauslandschaft neu: Das aktuelle Gutachten sieht Überkapazitäten bei Betten, fordert Konzentration von Leistungen und nutzt erstmals das KHVVG als Grundlage. Ambulantisierungspotenziale sollen gehoben, Qualität gestärkt werden.
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Mit dem vorgelegten Krankenhausgutachten setzt das Saarland ein klares Signal für die Neuordnung seiner Versorgungsstruktur. Gesundheitsminister Magnus Jung sieht darin eine fundierte Entscheidungsgrundlage zur künftigen Zuweisung von Leistungsgruppen an Klinikstandorte. Grundlage ist erstmals das neue Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG). Das Gutachten prognostiziert einen Rückgang der stationären Behandlungsfälle und stellt fest: Die Zahl der Krankenhausbetten übersteigt schon heute den tatsächlichen Bedarf. Kern der Empfehlung ist eine Konzentration medizinischer Angebote. Das soll die Versorgungsqualität sichern und die Zukunftsfähigkeit der Standorte stärken. Zugleich wird auf ein großes Potenzial zur Ambulantisierung hingewiesen. Die Landesregierung kündigt enge Abstimmungen mit Trägern an. Im April oder Mai starten die Gespräche. Klar ist auch: Ohne bundespolitische Unterstützung – insbesondere zur Übergangsfinanzierung – wird der Umbau nicht gelingen. Das Land fordert daher ein deutliches Signal aus Berlin…
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