Sana digitalisiert 24 Kliniken zentral und standardisiert trotz vier verschiedener KIS
In 24 Einrichtungen hat Sana digitale Dokumentation und digitales Medikationsmanagement über vier KIS hinweg eingeführt. Der Konzern setzte auf Standardisierung, zentrale Steuerung und Key-User-Strukturen, entgegen engem Zeitplan und hoher technischer Komplexität…
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Sana hat die digitale Pflege- und Behandlungsdokumentation sowie das digitale Medikationsmanagement in 24 Einrichtungen konzernweit eingeführt. Der Praxisbericht zeigt: Auch in einer historisch gewachsenen, heterogenen KIS-Landschaft lässt sich Digitalisierung im laufenden Klinikbetrieb umsetzen. Entscheidend waren eine zentrale Steuerung, standardisierte Vorlagen und die frühe Einbindung der Anwendenden.
Betroffen waren Einrichtungen mit SAP i.s.h.med, M-KIS, Orbis und Medico. Sana setzte die Fördertatbestände 3 und 5 zwischen 2023 und 2025 um. Hintergrund war neben der inhaltlichen Modernisierung auch der ökonomische Druck. Ab 2027 drohen Krankenhäusern finanzielle Abschläge auf DRG-Erlöse, wenn sie diese Digitalisierungsschritte nicht umgesetzt haben.
Für die digitale Dokumentation entwickelte Sana je KIS einen standardisierten Blueprint für die Fallakte. Das verkürzte die Einführungszeit in den meisten Häusern auf drei bis fünf Monate. Beim Medikationsmanagement führte der Konzern eine im KIS integrierte Lösung mit Barcode-Scanning und E-Medikationsplan ein. Pilotstationen testeten die Prozesse vor dem breiten Roll-out. Als wichtigste Hürde nennt der Bericht nicht die Technik, sondern den kulturellen Wandel im Alltag der Mitarbeitenden.
Als zentrale Learnings benennt Sana den hohen Ressourcenbedarf, die Bedeutung klarer Governance und die frühe Beteiligung der Anwendenden. Offene Standards wie HL7 und FHIR, Pilotbereiche, Key-User und hausübergreifender Austausch haben das Projekt gestützt. Nach Darstellung des Unternehmens verbessern die Systeme Dokumentationsqualität, Medikationssicherheit und Prozesseffizienz.
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