Pressemeldung

Sana Einkauf & Logistik und Burg Pharma schließen strategische Partnerschaft für Infusionslösungen

Die Sana Einkauf & Logistik GmbH (SEL) und die Burg Pharma GmbH haben eine langfristige strategische Rahmenvereinbarung über die Versorgung der Einkaufskooperation von SEL mit Infusionslösungen und weiteren Krankenhausprodukten geschlossen…

19. Juni 2026
  • Ökonomie

Ziel der Abnahmevereinbarung ist die nachhaltige Stabilisierung eines systemrelevanten Produktsegments – mit klarem Fokus auf Liefersicherheit, Planbarkeit, Wettbewerb und gezielte Stärkung mittelständischer Anbieter.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie verletzlich die Versorgung mit medizinischen Basisprodukten sein kann. Gerade im Bereich Infusionslösungen ist der Markt stark konzentriert. Nur wenige Hersteller prägen die Versorgung, während sich andere Anbieter aufgrund des hohen wirtschaftlichen Drucks aus dem Markt zurückgezogen haben. Die strategische Abnahmevereinbarung mit Burg Pharma, gestützt durch die Kooperations­einrichtungen der SEL, setzt genau hier an: SEL schafft einem mittelständischen Hersteller eine verlässliche Planungsgrundlage und stärkt damit gezielt den Aufbau zusätzlicher Produktions- und Lieferkapazitäten.

Damit geht SEL einen besonderen Weg im deutschen Klinikmarkt: Nicht kurzfristige Konditionenmaximierung steht im Mittelpunkt, sondern der Aufbau resilienter Markts­trukturen. Die SEL nutzt ihre Erfahrung im Klinikeinkauf, um Versorgungssicherheit aktiv zu gestalten, Wettbewerb zu erhalten und mittelständische Anbieter als Stabilitätsfaktor der Krankenhausversorgung einzubinden.

Mehr Resilienz in der Klinikversorgung schaffen

Versorgungssicherheit entsteht nicht allein durch Ausschreibungen und kurzfristige Preisverhandlungen. Sie entsteht durch verlässliche Partnerschaften, planbare Mengen und gemeinsame Verantwortung. Mit Burg Pharma zeigen wir, dass ein Klinikträger seine Beschaffungskompetenz nutzen kann, um mittelständische Strukturen gezielt zu stärken und zugleich die Versorgung im Krankenhausbereich robuster aufzustellen“, sagt Stefan Bode, Leitung Portfoliomanagement Pharma | Blut | Labor, Sana Einkauf & Logistik GmbH.

Im Rahmen der Kooperation werden jährlich gemeinsame Bedarfsplanungen, klare Liefer­ziele und transparente Monitoring-Mechanismen etabliert. Damit entsteht für beide Seiten mehr Planungssicherheit und die Versorgungsstabilität im Krankenhausbereich wird gestärkt. Zugleich erhält Burg Pharma eine belastbare Grundlage für Produktionsplanung, Investitionen, Infrastrukturentwicklung und den Ausbau resilienter Lieferketten. Diese Logik ist bereits als zentraler Bestandteil der Projektkommunikation angelegt: Versorgung sichern, Wettbewerb stärken und Verantwortung übernehmen.

Das Produktspektrum umfasst unter anderem Elektrolytlösungen, Kochsalz und steriles Wasser, Glukose, Mannitol, Kaliumchlorid oder pädiatrische Lösungen sowie ergänzende Produkte für die sichere Verabreichung von Arzneimitteln, Kathetergele für die Urologie oder Spezialprodukte für die Onkologie.

Marktvielfalt langfristig unterstützen

Mit dieser Partnerschaft übernimmt SEL als eine führende Einkaufskooperation für Gesundheitseinrichtungen Verantwortung über die Verhandlung von Einkaufskonditionen hinaus. Wir setzen bewusst ein Zeichen für mehr Marktvielfalt, für den Erhalt mittel­ständischer Produktionskompetenz und für eine Beschaffungspolitik, die nicht erst reagiert, wenn Lieferengpässe bereits eingetreten sind. Wir gehen hier voran“, sagt Stefan Bode.

Burg Pharma sieht in der Vereinbarung ebenfalls ein wichtiges Signal für den Markt: „Planbarkeit ist für mittelständische Hersteller ein entscheidender Faktor, um Lieferfähigkeit, Investitionen und Produktionsstrukturen langfristig sichern zu können. Durch die Zusam­menarbeit mit SEL konnte Burg Pharma nun in ein hochmodernes Lager sowie eine zukunftsweisende IT-Infrastruktur investieren und den Ausbau des Produktportfolios weiter vorantreiben“, sagt Dr. Jörn Leewe, Geschäftsführer der Burg Pharma GmbH.

Mit der Kooperation positioniert sich SEL als Vorreiter eines neuen Verständnisses von strategischem Klinikeinkauf: Wirtschaftlichkeit bleibt wichtig, wird aber konsequent mit Versorgungssicherheit, Marktstabilität und Verantwortung für mittelständische Anbieter verbunden. Der Einkaufsspezialist nutzt seine Erfahrung, um den Markt aktiv zu stabilisieren – zum Nutzen der Kliniken, der Patientinnen und Patienten und einer widerstandsfähigeren Gesundheitsversorgung.

Quelle:
sana.de

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