Sana macht Delir sichtbar – zum Welt-Delir-Tag am 11. März
Wie die Sana Kliniken im Bergischen Land mit einfachen Maßnahmen Orientierung und Sicherheit für Patientinnen und Patienten schaffen…
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Ein Klinikaufenthalt kann für ältere und vorerkrankte Menschen zur besonderen Belastung werden. Ungewohnte Umgebung, Schlafmangel, Schmerzen oder Medikamente können ein sogenanntes Delir auslösen – einen akuten Verwirrtheitszustand, der plötzlich auftritt und ernsthafte Folgen haben kann. Zum Welt-Delir-Tag am 11. März machen die Sana Kliniken im Bergischen Land auf dieses häufig unterschätzte Krankheitsbild aufmerksam und zeigen mit konkreten Maßnahmen, wie Delirprävention im Klinikalltag gelingen kann.
„Ein Delir ist keine Bagatelle, sondern ein medizinischer Notfall. Es verlängert Krankenhausaufenthalte, erhöht das Risiko für Komplikationen und ist für Patientinnen und Patienten wie auch für Angehörige extrem belastend“, heißt es aus den Sana Kliniken im Bergischen Land. Umso wichtiger sei es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Orientierung zu fördern und interdisziplinär zu handeln.
Reizarme Umgebung als Schlüssel
Die Sana Fabricius-Klinik Remscheid verfügt über ein starkes geriatrisches Profil und hat kürzlich erfolgreich das Überwachungsaudit Geriatrie abgeschlossen. Damit trägt sie weiterhin das Qualitätssiegel Geriatrie des Bundesverbandes Geriatrie. „Gerade ältere Patientinnen und Patienten profitieren von klaren Strukturen, festen Bezugspersonen und einer ruhigen, orientierungsfördernden Umgebung. Das ist gelebte Qualität“, sagt Lejla Causevic, Ärztliche Direktorin sowie Chefärztin der Innere Medizin und Geriatrie.
Als sichtbares Zeichen zum Welt-Delir-Tag richtet die Fabricius-Klinikein reizarmes, orientierungsförderndes Musterzimmer ein. Das bewusst als „stilles Musterzimmer“ konzipierte Setting zeigt anschaulich, wie einfache Maßnahmen – etwa gut sichtbare Uhren, klare Tageslichtführung oder reduzierte Reize – dazu beitragen können, Delirrisiken zu senken. „Oft sind es kleine Veränderungen mit großer Wirkung. Orientierung gibt Sicherheit – und Sicherheit ist ein zentraler Faktor in der Delirprävention“, erklärt Pflegedirektorin Daniela Thiel. Auch das Sana Krankenhaus Radevormwald bringt seine geriatrische Expertise in den Welt-Delir-Tag ein. In beiden Häusern sind Delirprävention und -behandlung fester Bestandteil der geriatrischen Versorgungskonzepte.
Austausch, Ausbildung und Prävention
Das Sana-Klinikum Remscheid ist auf dem Weg ein demenzsensibles Krankenhaus zu werden. Dazu gehören unter anderem die Begleitung von Patientinnen und Patienten durch Demenzlotsinnen, Konzepte zur Orientierung der Patienten, Angehörigenarbeit und der Einsatz sogenannter Snoozle-Lampen zur beruhigenden Lichtgestaltung sowie Aromapflegekonzepte für delirgefährdete Personen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der frühen Sensibilisierung in der Pflegeausbildung: Delir ist ein fester Bestandteil der theoretischen und praktischen Ausbildung im Bildungszentrum des Klinikums. In den Kursen zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann werden die Auszubildenden im März zum Thema Delir geschult – unter anderem mit dem Fokus auf den Transfer von Theorie in den klinischen Alltag. Ergänzend finden wiederkehrende Schulungen aller Mitarbeiter der Pflege und des ärztlichen Dienstes statt, um Wissen zur Demenz und zum Delir kontinuierlich zu vertiefen und praxisnah weiterzugeben.
Zum Welt-Delir-Tag ist außerdem ein interprofessioneller Austausch geplant, bei dem Pflege, Medizin und weitere Berufsgruppen ihre Erfahrungen aus der Praxis teilen. „Delirprävention beginnt nicht erst auf der Station, sondern bereits in der Ausbildung. Entscheidend ist, dass Wissen und Aufmerksamkeit früh verankert werden“, betont Andreas Fischer, Pflegedirektor am Sana-Klinikum Remscheid.
Gemeinsames Ziel: Delir erkennen, vermeiden, behandeln
Mit ihrem Engagement zum Welt-Delir-Tag machen die Sana Kliniken im Bergischen Land deutlich: Delir ist kein Randthema, sondern ein zentrales Thema der Patientensicherheit – insbesondere in einer alternden Gesellschaft. „Unser Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen, Wissen zu teilen und die Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln – standortübergreifend und im engen Zusammenspiel von Pflege, Medizin und Therapie“, erklärt Janine Bender, Cluster-Geschäftsführerin der Sana Kliniken im Bergischen Land.
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