Schiedsspruch ohne Signalwirkung für Versorgungssicherheit – Hebammenverband fordert politische Kurskorrektur

Der jüngste Schiedsspruch zur Vergütung von Beleghebammen setzt deren Honorare unter Druck. Der Deutsche Hebammenverband warnt vor Berufsausstiegen und kritischen Versorgungslücken in der Geburtshilfe – besonders in Regionen, wo Belegsysteme zentrale Versorgung leisten.

4. April 2025
  • Personal
  • Ökonomie


Ein aktueller Schiedsspruch zur Vergütung von Beleghebammen sorgt für scharfe Kritik: Die neu festgelegten Sätze im Hebammenhilfevertrag sehen niedrigere Vergütungen vor als vom Deutschen Hebammenverband (DHV) gefordert – und sogar als in früheren Jahren. So liegt der Stundensatz künftig bei 74,28 Euro statt der geforderten 88,20 Euro. Auch die Zuschläge bei Mehrfachleistungen und der Nachtzuschlag wurden unter dem Vorschlag des DHV festgesetzt. Die größte berufsständische Vertretung der Hebammen sieht die Existenzgrundlage vieler freiberuflich tätiger Kolleginnen gefährdet. Laut DHV werden bundesweit über 20 Prozent der Klinikgeburten von Beleghebammen betreut – in Bayern ist es sogar die Mehrheit. Der Verband warnt vor drastischen Folgen für die Versorgungssicherheit in der Geburtshilfe. Die Politik habe die strukturelle Bedeutung der Belegsysteme aus dem Blick verloren. Der DHV kündigt an, weiter für faire Vergütungsbedingungen zu kämpfen – auch mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen…

Quelle:

hebammenverband.de


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