Schlaganfallversorgung bleibt kritisch: Grüne fordern weitere Stroke Units und bessere Rettungsdienstkonzepte
Rheinland-Pfalz setzt die Krankenhausreform um, doch zehn Prozent der Bevölkerung erreichen auch nach geplanten Erweiterungen keine Stroke Unit innerhalb von 30 Minuten…
- Politik
- QM
Auch nach den geplanten Erweiterungen um Stroke Units im Hunsrück und in Bitburg werden zehn Prozent der Bevölkerung keine spezialisierte Schlaganfallstation innerhalb von 30 Minuten erreichen. Das geht aus der Versorgungskarte des Landes hervor, auf die Armin Grau, Bundestagsabgeordneter und Neurologe, verweist.
Die Krankenhausreform ersetzt die bisherige Bettenplanung durch fachliche Leistungsgruppen mit klaren Qualitätskriterien. Josef Winkler, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, begrüßt den Ansatz grundsätzlich, betont aber, ob die geplante Konzentration ausreiche, müsse sich noch zeigen.
Derzeit können rund 15 Prozent der Menschen keine Stroke Unit in 30 Minuten erreichen. Grau fordert daher eine weitere Schlaganfalleinheit in der Vulkaneifel sowie verbesserte Rettungsdienstkonzepte in weiteren Regionen. Bei einem akuten Schlaganfall zähle jede Minute.
Winkler befürwortet zudem die stärkere Bündelung planbarer Eingriffe wie Hüft- und Knieersatzoperationen sowie Krebsoperationen an spezialisierten Zentren mit nachgewiesener Erfahrung und geeigneten Strukturen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.