Schließung war keine Option: Nürnberg sichert Standort Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik
Nürnberg hält die Übernahme der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik für notwendig und tragfähig. Die Stadt will Versorgung und Arbeitsplätze sichern, Synergien nutzen und hofft, den Zuschuss von 20 Millionen Euro wieder zu senken…
- Ökonomie
Die Stadt Nürnberg sieht die Übernahme der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik durch das Klinikum Nürnberg als notwendigen Schritt für die regionale Versorgung. Stadtkämmerer Thorsten Brehm sagt, der Deal sichere den Standort, die Arbeitsplätze und die Versorgung. Zugleich sei er für die Stadt wirtschaftlich darstellbar.
Politisch verlief der Prozess nach Brehms Darstellung nicht besonders kontrovers. Für ihn war entscheidend, dass das Klinikum den Kauf verkraften kann und der Zuschuss aus dem Stadthaushalt tragbar bleibt. Ein Sanierungsgutachten prüfte, ob Diakoneo nach dem Verkauf wirtschaftlich überlebensfähig bleibt.
Die operative Integration verantwortet das Klinikum Nürnberg. Dort gibt es bereits erste Ansätze für ein medizinisches Integrationskonzept. Brehm verweist auf Synergien an künftig drei Standorten. Das erlaube es, auf den einen oder anderen Neubau zu verzichten und Geld zu sparen.
Brehm beschreibt die Krankenhausfinanzierung als zentrales Problem. Das Klinikum Nürnberg schreibt wie viele kommunale Großkrankenhäuser Defizite. Die Stadt unterstützt es bereits mit 20 Millionen Euro pro Jahr. Brehm hofft, diesen Zuschuss schrittweise wieder auf null zu senken. Gewinne erwartet er nicht.
Eine Schließung der Hallerwiese oder der Cnopfschen Kinderklinik kam für die Stadt nicht infrage. Mit über 3.000 Geburten pro Jahr sei der Standort für den Versorgungsauftrag in der Region unverzichtbar. Als wichtigen Faktor im Prozess nennt Brehm die Unterstützung des Freistaats Bayern, vor allem bei Rechtsfragen und Fördermitteln.
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