Schweigepflicht oder Sicherheitslücke? Die ePA und der Vertrauensverlust im Gesundheitssystem

Die elektronische Patientenakte (ePA) steht wegen Bedenken zur Datensicherheit und zur Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht massiv in der Kritik. Gegner warnen vor einem Missbrauch der zentral gespeicherten Gesundheitsdaten und einem Verlust des Vertrauens zwischen Arzt und Patient, während Befürworter vor allem die Chancen für Forschung und Versorgung hervorheben.

9. Dezember 2024
  • IT
  • Politik
  • QM


Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) entfacht eine Kontroverse, die sich um den Datenschutz und die ärztliche Schweigepflicht dreht. Kritiker wie Dr. Bernd Hontschik mahnen, dass die zentrale Speicherung sensibler Gesundheitsdaten auf Servern die Gefahr eines Missbrauchs birgt und das vertrauliche Arzt-Patienten-Verhältnis beschädigt. Sie werfen zudem die Frage auf, ob die Qualität der in der ePA gespeicherten Daten ausreichend gesichert ist, da Abrechnungsinteressen Diagnosen und Behandlungen beeinflussen könnten. Demgegenüber heben Befürworter die Vorteile für die medizinische Versorgung und Forschung hervor. Die zentrale Speicherung im geplanten „Europäischen Gesundheitsdatenraum“ wird jedoch von vielen als riskant angesehen, da sie die Kontrolle über persönliche Gesundheitsdaten erschwert und mögliche Sicherheitslücken birgt. Der Diskurs um die ePA wirft damit grundlegende Fragen zur Balance zwischen Innovation und Datenschutz auf…

Quelle:

krankenkasseninfo.de


Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.