Schweizer Studie entzaubert KI-Diagnosehilfe in der Notfallmedizin
Eine Schweizer Studie zeigt, dass KI-gestützte Diagnosesysteme in der Notfallmedizin keinen messbaren Effekt auf die Vermeidung von Fehldiagnosen haben. Trotz hoher Erwartungen verliefen die diagnostischen Ergebnisse bei Patienten mit und ohne KI-Unterstützung nahezu identisch.
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Eine neue Studie des Inselspitals Bern und der Universität Bern ergab, dass KI-Systeme zur Diagnoseunterstützung in der Notfallmedizin aktuell keinen messbaren Nutzen bringen. Im Rahmen der Untersuchung von über 1.200 Patienten zeigte sich, dass das System „Isabel Pro“ die Rate diagnostischer Fehler nicht reduzieren konnte. In beiden Testgruppen trat bei rund 18 Prozent der Fälle ein „diagnostisches Qualitätsrisiko“ auf, ohne Unterschiede bei unerwarteten Ereignissen oder Behandlungskosten. Laut den Forschern sei die derzeit verfügbare KI nicht in der Lage, das Problem der Fehldiagnosen zu lösen. Dennoch wollen sie weitere Einsatzmöglichkeiten für computergestützte Diagnosehilfen erforschen, um langfristig das Gesundheitssystem zu entlasten…
heise.de
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