SHG-Klinik Völklingen: Assistenzärzt:innen äußern Ausbildungsbedenken
Assistenzärzt:innen der Kardiologie an der SHG-Klinik Völklingen sehen die Qualität ihrer Weiterbildung gefährdet. Hintergrund sind mehrere Kündigungen von Ober- und Fachärzt:innen. In einem übergebenen Schreiben an die SHG-Aufsichtsratsvorsitzende fordern sie strukturelle Veränderungen und eine Einbindung in die laufende Mediation.
- Personal
An der SHG-Klinik Völklingen haben 35 Assistenzärzt:innen der Kardiologie ein Schreiben an die Vorsitzende des SHG-Aufsichtsrats, Carolin Lehberger (SPD), überreicht. In dem Brief äußern sie Besorgnis über die Qualität ihrer ärztlichen Ausbildung. Anlass sind zahlreiche Kündigungen von Ober- und Fachärzt:innen, die in den vergangenen Monaten erfolgt sein sollen.
Nach Angaben der Unterzeichnenden ist das Ausbildungsgeschehen durch die personellen Veränderungen erheblich beeinträchtigt. Einige der verbleibenden Ärzt:innen hätten bereits Alternativen geprüft. Die Sorge vor einer möglichen Einschränkung oder Schließung des Herzzentrums bei anhaltendem Personalmangel sei spürbar.
In dem Schreiben sprechen sich die Assistenzärzt:innen auch für personelle Konsequenzen aus. Die aktuelle Klinikleitung wird für das als belastend empfundene Arbeitsumfeld mitverantwortlich gemacht. Es sei eine Atmosphäre entstanden, die von Unsicherheit und Druck geprägt sei.
Zudem kritisieren die Assistenzärzt:innen, dass sie bislang nicht in die aktuell laufende Mediation eingebunden wurden. Eine transparente Beteiligung des gesamten ärztlichen Teams halten sie angesichts der bestehenden Herausforderungen für notwendig.
Bereits im Frühjahr hatten Ärzt:innen der Klinik in einem internen Schreiben strukturelle und kommunikative Defizite benannt. Das aktuelle Vorgehen der Assistenzärzt:innen unterstreicht die weiterhin angespannte Situation im ärztlichen Dienst des Herzzentrums.
sr.de
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