Mindestmengen: Knapp 92 Prozent erreichen 2030 eine Knie-TEP-Klinik unter 30 Minuten

Höhere Mindestmengen bei Knie-TEP-Operationen würden die Erreichbarkeit laut SMC nur begrenzt verschlechtern, obwohl ab 2030 deutlich weniger Kliniken die Vorgaben erfüllen würden…

8. Mai 2026
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Die geplante Anhebung der Mindestmengen für erstmalige Knie-TEP-Operationen würde die Zahl der anbietenden Kliniken deutlich verringern, die Erreichbarkeit für die Bevölkerung aber nur begrenzt verschlechtern. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Science Media Center (SMC).

Derzeit gilt für erstmalige Knie-TEP-Operationen eine Mindestmenge des Gemeinsamen Bundesausschusses von 50 Eingriffen pro Jahr. Ab 2028 soll sie auf 100 Operationen steigen, ab 2030 auf 150 Operationen jährlich. Diese Fallzahl erreichten zuletzt 470 Kliniken. Derzeit bieten 915 Krankenhäuser in Deutschland den Eingriff an.

Trotz der Reduktion auf etwa die Hälfte der Kliniken würden laut SMC weiterhin knapp 92 Prozent der Bevölkerung eine entsprechende Klinik in unter 30 Pkw-Fahrminuten erreichen. Zuletzt waren es knapp 98 Prozent. Das SMC verweist darauf, dass längere Wege bei Knie-TEP-Operationen auch vor dem Hintergrund der Behandlungsqualität zu bewerten seien.

Längere Fahrzeiten betreffen vor allem dünn besiedelte Bereiche und Grenzregionen. Ab 2030 wären zusätzlich knapp 189.000 Personen länger als eine Stunde unterwegs. Insgesamt wären etwas mehr als 208.000 Menschen betroffen. Bei Knie-TEP-Operationen handelt es sich um nicht zeitkritische, elektive Eingriffe.

Auch bei Knie-Schlittenprothesen und Kniegelenksrevisionen sollen ab 2028 neue Mindestmengen greifen. Bei Knie-Schlittenprothesen wären zusätzlich knapp 450.000 Menschen länger als eine Stunde unterwegs, insgesamt etwas mehr als 507.000. Bei Kniegelenksrevisionen wären es zusätzlich rund 312.000 Personen, insgesamt etwas mehr als 332.000.

Quelle:
aerzteblatt.de

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