Sorge um Versorgung: Politik reagiert auf Ameos-Entscheidung in Kreis Ostholstein
Ameos beendet den Klinikbetrieb in Middelburg bis Ende 2026. Leistungen wandern nach Oldenburg und Eutin. Die Politik warnt vor Versorgungslücken im Kreis Ostholstein…
- Politik
- Ökonomie
Ameos schließt das Krankenhaus in Middelburg bis Ende 2026 und verlagert zentrale Leistungen. Die Entscheidung verschärft die Debatte über die wohnortnahe Versorgung im Kreis Ostholstein und erhöht den politischen Druck.
Landrat Timo Gaarz (CDU) erhielt die Information am Donnerstag von Krankenhausdirektorin Lena Radtke. Der Klinikbetrieb endet zum Jahresende. Das Medizinische Versorgungszentrum auf Fehmarn bleibt bestehen und die Schmerzmedizin zieht nach Oldenburg um.
Oldenburg übernimmt zusätzlich die Geriatrie aus Middelburg. Einen Großteil der chirurgischen Leistungen bündelt Ameos künftig in Eutin. Die Zukunft der betroffenen Standorte stand bereits in den vergangenen Jahren mehrfach zur Diskussion.
Gaarz bewertet die Änderungen als Risiko für die regionale Versorgung. Er betont die Bedeutung einer verlässlichen und wohnortnahen Krankenhausstruktur. Konkrete Zusagen zur Sicherstellung nennt er nicht.
Für den gestrigen Montag kündigte der Landrat Gespräche zwischen den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen und Ameos an. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Plänen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.