SoVD fordert Pflicht zur Offenlegung und stärkere Patientenrechte

Jährlich entstehen Milliardenkosten durch Behandlungsfehler. Der SoVD fordert strengere Regeln und mehr Transparenz…

4. November 2025
  • Medizin
  • QM

Der Medizinische Dienst Bund hat 2024 mehr als 12.000 vermutete Behandlungsfehler geprüft. In jedem vierten Fall bestätigte sich der Verdacht, in fast 3.000 Fällen verursachte der Fehler den Schaden. Die ökonomischen Folgen betragen rund 15 Milliarden Euro jährlich, etwa 15 Prozent der Krankenhauskosten. Besonders häufig betroffen ist die stationäre Versorgung, vor allem Orthopädie und Unfallchirurgie. Zwei Drittel der Betroffenen erleiden gesundheitliche Schäden, ein Drittel dauerhaft. 134 Fälle wurden als vermeidbare „Never Events“ eingestuft. Der Medizinische Dienst fordert ein sanktionsfreies Meldesystem, um aus Fehlern zu lernen. Der Sozialverband Deutschland drängt auf gesetzliche Offenlegungspflichten, Sanktionen bei Informationsverweigerung und faire Beweisregeln im Arzthaftungsprozess. Patientensicherheit müsse verbindlich geregelt werden, um Vertrauen und Transparenz zu stärken.

Quelle:
sovd.de

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