Sparpolitik und Reformstau belasten Krankenhäuser im Norden
Krankenhäuser in Schleswig-Holstein kämpfen weiter mit Defiziten. Vergütungskürzungen und hohe Kosten verschärfen die Lage. Politik und Träger fordern Reformen und Entlastung…
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Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein bleibt angespannt. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein schreiben viele Kliniken seit Jahren Verluste. Auch für 2026 ist keine Entspannung absehbar. Eine bundesweit beschlossene Kürzung der Klinikvergütungen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro belastet die Häuser zusätzlich. Besonders schwer wiegt das Auslaufen eines befristeten Rechnungszuschlags, der gestiegene Kosten teilweise ausgeglichen hatte.
Kommunen und das Land gleichen Defizite einzelner Einrichtungen aus. Diese Mittel fehlen jedoch an anderer Stelle und freigemeinnützige Träger geraten dadurch häufiger in wirtschaftliche Schieflagen. Die Krankenhausgesellschaft fordert daher eine verlässliche Finanzierung sowie einen spürbaren Abbau von Bürokratie und Dokumentationspflichten.
Auch Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken warnt vor weiteren Insolvenzen. Sie spricht sich für eine Krankenhausreform mit klarer Finanzierung, stärkerer Spezialisierung und mehr Flexibilität aus. Kooperationen zwischen Kliniken seien dafür entscheidend, besonders im ländlichen Raum.
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