Spitzenverband fordert Ausgabenmoratorium noch vor der Sommerpause
Der GKV-Spitzenverband warnt: Ohne klare politische Weichen drohen zum Jahreswechsel erneut höhere Beiträge. Ein Ausgabenmoratorium soll die Notbremse ziehen, doch Strukturreformen bleiben unverzichtbar.
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Der GKV-Spitzenverband warnt vor einem weiteren Anstieg der Zusatzbeiträge zum Jahreswechsel. Hintergrund sind anhaltende Defizite und fehlende politische Gegenmaßnahmen. Bereits jetzt haben mehrere Krankenkassen eine Erhöhung beantragt oder umgesetzt. Nach Angaben des Verbands handelt es sich um sechs Anträge zum 1. Juli 2025 sowie acht bereits realisierte Anhebungen seit Jahresbeginn. Verbandssprecher Florian Lanz fordert ein sofortiges Ausgabenmoratorium, gesetzlich verankert durch ein Vorschaltgesetz. Dieses solle sämtliche Leistungsbereiche der GKV betreffen. Ziel sei es, Preis- und Honoraranpassungen künftig an die realen Einnahmen der Kassen zu koppeln. Leistungskürzungen seien dabei nicht vorgesehen. Das Moratorium wird als kurzfristige Lösung betrachtet, bis durch grundlegende Strukturreformen ein nachhaltiges Finanzgleichgewicht erreicht werden kann. Die Botschaft ist klar: Ohne tiefgreifende Eingriffe bleibt die Finanzierung der GKV dauerhaft instabil.
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