SRH Sigmaringen macht 116117 für mehr Andrang in der Notaufnahme mitverantwortlich
Die SRH Sigmaringen meldet mehr Fälle in der Notaufnahme und macht die schlechte Erreichbarkeit der 116117 mitverantwortlich. Die KVBW weist das zurück, die Redaktion kam bei eigenen Tests zu gemischten Ergebnissen…
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Die SRH Sigmaringen macht die KVBW für die steigende Belastung ihrer Notaufnahme mitverantwortlich. Nach Darstellung der Klinik weichen Patienten auf die Notaufnahme aus, weil sie die 116117 nicht zuverlässig erreichen. Die KVBW weist diese Vorwürfe jedoch klar zurück.
SRH-Geschäftsführer Sven Schönfeld berichtete von steigenden Fallzahlen in der Zentralen Notaufnahme. Die MVZ-Verantwortliche Peggy Hanisch ergänzte, dass Patienten wiederholt von einer dauerbesetzten 116117 berichtet hätten. Auch sie selbst sei mehrfach nicht durchgekommen. Die Betroffenen suchen deshalb direkt die Notaufnahme auf, obwohl sie dort medizinisch oft gar nicht hingehörten. Nach der notwendigen Ersteinschätzung warten sie dort meist stundenlang.
Schönfeld sieht in dieser Entwicklung auch ein wachsendes finanzielles Problem für das Krankenhaus. Die Klinik müsse zusätzliches Personal in der Notaufnahme einsetzen, welches jedoch nicht refinanziert sei und den Betrieb belaste. Die SRH verweist zudem auf die Schließung der KVBW-Bereitschaftspraxis in Bad Saulgau Ende März 2025. Seit diesem Zeitpunkt sei das Patientenaufkommen am Standort Sigmaringen ohnehin höher. Die KVBW widerspricht dieser Kritik jedoch deutlich. Sprecher Kai Sonntag erklärte, die 116117 sei rund um die Uhr besetzt, wobei es aber zu Wartezeiten kommen könne.
Die Redaktion rief die 116117 zu verschiedenen Zeiten an und kam zu keinem eindeutigen Ergebnis. Dabei trat eine dauerhaft belegte Leitung während der Testanrufe zu keinem Zeitpunkt auf. Es vergingen jedoch fünf bis zehn Minuten, bis medizinisches Personal den Anruf entgegennahm. Die Redaktion betont selbst die fehlende Repräsentativität dieser Versuche.
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