Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen 13 Beschuldigte: Düsseldorfer Pflegedienst soll Kassen um elf Millionen Euro betrogen haben

Ein Düsseldorfer Intensivpflegedienst soll Krankenkassen um rund elf Millionen Euro betrogen haben. Über 200 Einsatzkräfte durchsuchten mehrere Objekte in NRW und Hessen…

25. September 2026
  • Pflege
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Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen 13 Beschuldigte im Alter zwischen 20 und 54 Jahren wegen gewerbsmäßigen Abrechnungsbetrugs in der ambulanten Intensivpflege. Im Zentrum stehen die 39-jährige Betreiberin eines Düsseldorfer Pflegedienstes und ihr Ehemann. Seit Dezember 2025 laufen die Ermittlungen, die auf anonymen Anzeigen basieren.

Bei einer Groß-Razzia durchsuchten über 200 Einsatzkräfte mehrere Objekte in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Sichergestellt wurden Luxusfahrzeuge der Marken Maybach, Mercedes AMG und Lamborghini, Gold, Schmuck, Bargeld sowie eine scharfe Schusswaffe mit Munition, Marihuana und Anabolika. Außerdem beschlagnahmten die Ermittler einen Arztstempel, der mutmaßlich zur Fälschung von Verordnungen diente.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Leistungen der ambulanten Intensivpflege gegenüber den Krankenkassen abgerechnet zu haben, die entweder gar nicht oder nicht vollständig erbracht wurden. In weiteren Fällen soll Personal eingesetzt worden sein, das nach Einschätzung der Ermittler nicht ausreichend qualifiziert war. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund elf Millionen Euro. Neben Betrug ermittelt die Staatsanwaltschaft auch wegen Geldwäsche, Steuerdelikten und Veruntreuung von Arbeitsentgelt.

Bei der Razzia fanden Einsatzkräfte in einer Düsseldorfer Wohnung ein pflegebedürftiges Kind in einem sehr schlechten Gesundheitszustand. Es wurde umgehend in eine Klinik gebracht. Erhärtet sich der Verdacht, drohen den Hauptbeschuldigten allein für gewerbs- und bandenmäßigen Betrug nach § 263 Abs. 5 StGB bis zu zehn Jahre Haft.

Quelle:
rechtsdepesche.de

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