Stiftung Gesundheit zum Jubiläum: Experten fordern Neuorganisation der Versorgung, mehr Digitalisierung und interprofessionelle Zusammenarbeit

Experten aus Politik, Versorgung und Verbänden benennen zum Jubiläum der Stiftung Gesundheit die zentralen Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens. Darunter Finanzdruck, Digitalisierung und interprofessionelle Zusammenarbeit…

9. September 2026
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Zum 30-jährigen Bestehen der Stiftung Gesundheit haben Akteure aus Politik, Versorgung, Verbänden und Gesundheitswirtschaft die drängendsten Zukunftsaufgaben des deutschen Gesundheitswesens benannt. Die gesammelten Statements zeigen, dass Finanzdruck, Digitalisierung und die Neuordnung interprofessioneller Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen.

BMC-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Lutz Hager sieht das System an einem Punkt, der eine grundlegende Neuorganisation der Versorgung erfordert. Der finanzielle Druck biete die Chance, Vergütung stärker an Versorgungsergebnissen auszurichten. Patientenbeauftragter Stefan Schwartze hält einzelne Reformen für unzureichend und fordert einen umfassenden Strukturwandel, der Ressourcen klug einsetzt und Digitalisierung konsequent nutzt.

gematik-Geschäftsführerin Brenya Adjei bezeichnet Digitalisierung als unverzichtbaren Hebel für bessere Versorgung. bvitg-Chef Matthias Meierhofer betont, Informationen müssten sektorenübergreifend verfügbar, verständlich und vertrauenswürdig bereitgestellt werden.

Auf Ebene der Gesundheitsberufe fordert VPT-Bundesvorsitzende Manuela Pintarelli-Rauschenbach, Kompetenzen aller Berufsgruppen konsequenter zu nutzen, Bürokratie abzubauen und Patientensteuerung digital zu erleichtern. Ina Lucas von ABDA, BAK und DAV sieht KI als Instrument zur Stärkung informierter Patientenentscheidungen. Dr. Romy Ermler, Präsidentin der Bundeszahnärztekammer, hebt die Balance zwischen Solidarität und Eigenverantwortung hervor.

Stiftungsvorstand Christoph Dippe kündigt an, die Datenkompetenz der Stiftung für valide Informationsangebote zu nutzen, eigenständig und mit Partnern.

Quelle:
monitor-versorgungsforschung.de

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