Strategie und Betrieb trennen: Borchers & Kollegen skizzieren neues Führungsmodell

Ein Whitepaper von Borchers & Kollegen beschreibt strukturelle Schwächen klassischer Klinikführung und entwirft eine prozessorientierte Führungsarchitektur mit klaren Verantwortlichkeiten und interprofessioneller Steuerung…

5. Oktober 2026
  • Personal

Die Krankenhausreform verändert nach Einschätzung der Autoren von Borchers & Kollegen sowie roehrssen consult GmbH nicht nur Leistungsangebote und Standorte. Sie erhöht auch die Anforderungen an die Führungsorganisation. Viele Kliniken verfügen über strategische Konzepte. Für deren Umsetzung brauche es jedoch klare Verantwortlichkeiten, Kompetenzen und Entscheidungswege.

Das Whitepaper von Alex Hoppe, Chantal Kreische und Thomas Röhrßen sieht Schwächen vor allem in historisch gewachsenen Strukturen. Medizin, Pflege und Verwaltung arbeiten demnach häufig in getrennten Säulen. Dies erschwere eine gemeinsame Steuerung des klinischen Betriebs und könne Entscheidungen verzögern. Auch zwischen Geschäftsführung und klinischem Tagesgeschäft fehle häufig eine starke operative Führungsinstanz.

Als Gegenmodell beschreiben die Autoren eine funktionale und prozessorientierte Führungsarchitektur. Strategische Unternehmensführung und operative Betriebssteuerung erhalten getrennte Verantwortungsbereiche. Eine hauptamtliche operative Leitung soll das klinische Tagesgeschäft professionsneutral steuern. In Zentren und klinischen Einheiten sollen Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Weitere Bausteine sind stärkere Prozessverantwortung, klar geregelte Entscheidungskompetenzen und eine strukturell gestärkte Pflege. Mit dem LEAD-Evaluationsmodell schlagen die Autoren zudem ein Instrument vor, das Führungsstrukturen anhand definierter Kriterien untersucht. Im Mittelpunkt steht damit nicht allein die einzelne Führungskraft, sondern das Führungssystem des Krankenhauses.

Download Whitepaper: „Schluss mit Klinik-Silos! Mit modernen Führungsarchitekturen in die Zukunft„

Quelle:
borchers-kollegen.de

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