Strategiepapier fordert bundesweite Standards für digitale Kompetenzen in der Pflege
Ein vom Bundesministerium für Forschung gefördertes Strategiepapier fordert verbindliche Digitalkompetenzen in der Pflegebildung. Parallel kritisiert ein Verbändebündnis den GeDIG-Referentenentwurf als strategisch unzureichend…
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Bundesweit einheitliche Standards für digitale Kompetenzen in der Pflege fehlen bislang. Diese Standards fordert ein Strategiepapier des Clusters „Zukunft der Pflege“, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird. Mitautorin Sandra Strube-Lahmann von der Charité – Universitätsmedizin Berlin stellte das Papier auf LinkedIn vor.
Pflegende sollen als kompetente Anwender, Gestalter und Multiplikatoren digitaler Technologien gestärkt und frühzeitig in Entwicklungs- und Implementierungsprozesse eingebunden werden. Dafür fordert das Papier die verbindliche Integration digitaler Kompetenzen in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie deren standardisierte Erfassung. Zu den definierten Kompetenzbereichen zählen Datenumgang, Kommunikation, Erstellung digitaler Inhalte und Problemlösung.
Neue Rollenprofile sollen entstehen, etwa in Pflegeinformatik, Innovationsmanagement oder digitaler Versorgungskoordination. Praxisnahe Lernformate wie Simulationen, Reallabore und digitale Trainingsumgebungen sollen Handlungssicherheit fördern. Digitale Technologien sollen professionelle Entscheidungen unterstützen, nicht ersetzen.
Das Autorenteam benennt strukturelle Hürden. Darunter mangelnde Transparenz, fehlende Vergleichbarkeit und unklare Evidenz, die den Einsatz digitaler Lösungen im Pflegealltag erschweren. Erfolgreiche Digitalisierung erfordere geeignete Rahmenbedingungen und ausreichende Ressourcen.
Das „Verbändebündnis Digitalisierung in der Pflege“ sieht im Referentenentwurf des GeDIG ebenfalls Nachbesserungsbedarf. Es kritisiert fehlende Strategie, unzureichende Finanzierung und eine zu schwache Einbindung der Pflege als eigenständige Akteurin.
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